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Halt geben – Man kann Menschen nicht vor …

… dem Unbill des Lebens bewahren. Aber man kann ihnen den Rücken stärken und ihnen Halt geben.
Das LVR-Klinikum Düsseldorf-Grafenberg ist eine psychiatrisch-psychosomatisch psychotherapeutische Fach- und Universitätsklinik und gehört zu den anerkanntesten Fachkliniken Deutschlands. Die Fachgebiete und Behandlungsangebote reichen von den Bereichen Allgemeine Psychiatrie, Abhängigkeits- und Suchtbehandlung, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik, Neurologie und Neuropsychiatrie über Soziale Rehabilitation bis hin zur Gerontopsychiatrie. In der Behandlung von Alzheimer sowie Depressionen erhielt die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Auszeichnungen als Top-Klinik auf Bundesebene.

Aber selbst ein bestens aufgestelltes klinisches Pflege-, Therapie- und Versorgungssystem braucht immer wieder Hilfe, im Kleinen oder oft vermeintlich Kleinen, denn wie sagt ein Sprichwort: Allen Menschen wohl getan, ist eine Kunst, die niemand kann! So wurde vor sieben Jahren der hauptamtlich betreute Bereich ‚Ehrenamt’ am LVR Düsseldorf eingerichtet. Seit vier Jahren leitet Ilse Neuenhofen das Koordinationsbüro und betreut die ehrenamtlich Engagierten. „Angefangen habe ich mit fünf, inzwischen sind es über dreißig Engagierte, die sich zur Verfügung stellen, um hier Zeit mit den psychisch kranken Patienten zu verbringen“, erzählt sie. Wobei ihr wichtig zu erwähnen ist, dass die Patienten vor allem als Menschen wahrgenommen werden.

Das bedeutet Unvoreingenommenheit und Offenheit gegenüber sehr unterschiedlichen Biographien und Schicksalen. Die ehrenamtlichen Einsatzgebiete betreffen die allgemeine Psychiatrie, die Kinder- und Jugend-Psychiatrie und Psychotherapie, den Suchtbereich ebenso wie die Gerontopsychiatrie. Vor allem für den zuletzt genannten Bereich ist der Bedarf an Freiwilligen groß. Denn ein offenes Ohr und Zeit für ältere Menschen zu haben, die sich in großen Lebenskrisen befinden, das bedarf immer wieder auch einer guten Portion emotionalen Fingerspitzengefühls und nicht selten Geduld. Für Robert Kekez, Pressereferenten der LVR-Klinik, geht es nicht zuletzt auch darum, „mentale Mauern einzureißen“. Psychische Erkrankungen umgibt leider immer noch zu oft die Aura von unbestimmter Bedrohung, Umgangsunsicherheit und einem gewissen Unbehagen beim Gedanken an entsprechende Kontaktmomente. Dabei ist es auch hier – wie so oft im Leben – in der Regel einfacher als man denkt: ein nettes Gespräch, ein ausgedehnter Spaziergang, ausgetauschte Erinnerungen, eine Weile des Vorlesens oder ein Gesellschaftsspiel, und schon ist man dem gesellschaftlichen Alltag und dem Halt gebenden Gefühl von erfahrener Teilhabe an der Normalität näher als man denkt.

Ehrenamtliche sind herzlich willkommen: Zeitaufwand ca. 1½-2 Std./Woche bei flexibler Einteilung. Aufgrund der Einarbeitung mit Hospitationen und Schulungen ist eine Zusage für etwa 12 Monate wünschenswert.
Kontakt: Claudia Balkhausen, Tel. 0211 73 53 362, claudia.balkhausen@diakonie-duesseldorf.de

Text: Thomas Christen
Foto: Pressestelle LVR-Klinikum

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