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20 Jahre MachMit – Die Freiwilligenzentrale

MachMit, die Freiwilligenzentrale der Diakonie Düsseldorf feiert ihr zwanzigjähriges Bestehen. Zwei erfolgreiche Dekaden im Zeichen eines zwischenmenschlichen Brückenschlags für ein sinnerfülltes Leben und lebenswertes Miteinander.

Im September 1999 eröffnete die Diakonie Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Kaiserswerther Diakonie das MachMit-Servicebüro für freiwilliges Engagement, ein landesweites und vom Dachverband Rheinland-Westfalen Lippe sowie dem Land NRW gefördertes Konzept. Es sollte Menschen, unterstützt durch eine Vermittlungsagentur, die Möglichkeit bieten, sich selbstbestimmt bürgerschaftlich zu engagieren. In den Niederladen bereits erfolgreich erprobt, wollte man die Idee einer Koordination und Vermittlung freiwilligen Engagements auch bei uns umsetzen.

Und da der Glaube an eine gute Idee bekanntlich Berge versetzt und es an Ambitionen nicht fehlte, wurde in den ersten Jahren intensiv die Werbetrommel gerührt. Das Internet lag noch im fernen Nebel der Zukunft und so informierte man mit persönlichem Einsatz vor Ort an Infoständen, pflegte den Kontakt zur Presse und entwickelte Broschüren und Flyer. Das lokale Fernsehen und Radio war in den Anfangsjahren sehr interessiert an dem Thema Bürgerschaftlichen Engagements und Ursula Wolter, die Leiterin der Freiwilligenzentrale, konnte mit den Beiträgen eine breite Öffentlichkeit erreichen. Claudia Balkhausen, die im Jahr 2000 in ihrem Anerkennungsjahr als Sozialarbeiterin zu MachMit kam, erinnert sich: „Anfänglich erntete ich noch fragende Blicke, denn niemand wusste so recht, was ich in meinem Anerkennungsjahr eigentlich wirklich dort machte.“

Ein Netzwerk entstand

Aber bereits nach einem Jahr war die Zahl der Einrichtungen, mit denen man dauerhaft zusammenarbeitete auf 133 gestiegen. Zwanzig Jahre nach Gründung liegt die Zahl bei etwa 340. Es gibt durchschnittlich 800 an einem Ehrenamt Interessierte pro Jahr, von denen über die Hälfte vermittelt werden und die nicht selten jahrelang ihr ehrenamtliches Engagement unter Beweis stellen kann. Die Kooperation mit der Kaiserswerther Diakonie wurde im Laufe der Zeit beendet. 2008 erhielt MachMit zusammen mit der Freiwilligenagentur Impuls der Caritas, eine städtische Förderung, die bis heute anhält. Dies stärkte die Zusammenarbeit der beiden Freiwilligenzentralen.

Kerngeschäft von MachMit – die Freiwilligenzentrale (so der aktuelle Name) sind seit jeher die Beratungsgespräche bzw. Vermittlungen in ein passendes Engagement und die Beratung von Einrichtungen. Hinzu kommt die bis heute angewachsene Zahl von 50 stattfindenden Fortbildungen pro Jahr für Ehrenamtliche.
Auch oder gerade im Bereich vernetzender Arbeit ist das Internet heutzutage nicht mehr wegzudenken. Betrug der Anteil an durch das Internet zustande gekommenen Vermittlungen 2002 noch 3,2%, so lag er 2018 bereits bei 63%. Und ja, wenn die Zahl der Interessierten einmal schneller als erwartet wächst, kann es manchmal zu recht amüsanten „Engpässen“ kommen: vor Jahren, als das Angebot von Hundebesuchsdiensten noch relativ neu war, landete ein ebensolches Angebot dank gut gemeinter Werbeunterstützung in diversen Tierarztpraxen. Mit der Folge, dass der Stapel mit Bitten um Rückruf von interessierten Hundehaltern so groß wurde, dass man seiner kaum Herr wurde. Aber ein Problem ist dazu da gelöst zu werden. Und jeder, der schon einmal gesehen hat, wie die Augen der Seniorinnen und Senioren strahlen können wenn sie Besuch eines (stets braven!) Haustiers bekommen, weiß, wie gerne so etwas angenommen wird.

So wurden einfach so viele Einrichtungen angesprochen, dass am Ende nahezu jeder Hund samt Frauchen oder Herrchen vermittelt werden konnte.
Seit ihrer Gründung vor zwanzig Jahren beweist die Freiwilligenzentrale MachMit ein bemerkenswertes Gespür Menschen zu vermitteln. Eine ehrenamtlich tätige Dame sagte einmal: „Brot und Kuchen gibt es alle Tage und reicht zum Leben. Aber die Leute zu denen ich gehe, sollen auch mal Sahne zum Kuchen haben!“ So tragen die Vermittelten von MachMit auf mannigfaltige Weise dazu bei solche „Sahnetupfer“ zu überbringen. Herzlichen Glückwunsch!

Text:Thomas Christen
Foto: Kira Küster

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