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Talkrunde Ehrenamt

Die Düsseldorfer Freiwilligenzentralen der Diakonie Düsseldorf und Caritas, vertreten durch Frau Claudia Balkhausen (Diakonie) und Maria Peters (Caritas) luden am 8. Mai 2019 zu einer ‚Talkrunde Ehrenamt’ in das Lambertushaus am Rhein. Zu Gast waren haupt- und ehrenamtliche Vertreter der drei Einrichtungen ‚Flughafenseelsorge’, ‚Fliedner Fachhochschule’ und des Vereins ‚Düsseldorf darstellen und vermitteln’. Die interessierten Besucher informierten sich über die Möglichkeiten einer ehrenamtlichen Tätigkeit und konnten sich im Vorfeld in lockerer Runde bei Kaffee und Kuchen, aufmerksam umsorgt von Schülerinnen und Schülern der Schülerfirma AHOI von der Alfred Herrhausen Schule in Garath, austauschen.

Die ökumenisch betreute Einrichtung der Flughafenseelsorge ist ein äußerst ambitioniertes ehrenamtliches Projekt. Mittlerweile haben die etwa 32 ehrenamtlich Tätigen am Flughafen Düsseldorf einen eigenen Counter. Selbstverständlich teilt man sich die Arbeit, denn die Hilfe und Unterstützung wird täglich (und auch am Wochenende) angeboten. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer tragen für alle sichtbare und sie kennzeichnende Westen und bieten kundige Hilfe mit Wort und Tat zu Fragen der Orientierung oder zu allgemeinen Informationen ebenso wie zu schwerwiegenderen Problemen, die im Zusammenhang mit dem Aufenthalt am oder um den Flughafen auftreten. „Man entwickelt einen Blick für Bedürftigkeit ganz allgemeiner Art“, wird den Besuchern im Lambertushaus erklärt. Da sich ein solcher Blick unter Umständen nicht selbstverständlich einstellt, werden alle ehrenamtlich Interessierten im Vorfeld ausführlich geschult (z.B. zu den Themenbereichen Motivation, Wertekompetenz und vor allem Kommunikationsmethoden). Regelmäßige Supervisionstreffen unterstützen das Team.

Die Fliedner Fachhochschule in Kaiserswerth ist eine junge Fachhochschule der Kaiserswerther Diakonie mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Gesundheit, Erziehung, Bildung und Management. 22 Lehrkräfte und etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung unterstützen im Augenblick etwa 1600 Studierende in 11 Studiengängen. Dafür, dass das ganze nicht ausschließlich zur ‚Plackerei’ wird, sorgt nicht zuletzt der bemerkenswerte Standort der Fachhochschule in wunderschöner Parkumgebung. Die ehrenamtlichen Möglichkeiten sind mannigfaltig und sehr flexibel ausübbar. Sie reichen von der Mitarbeit im Studiencafé oder der Bibliothek bis hin zur Unterstützung bei Messen, Infoabenden oder Tätigkeiten in der Verwaltung. Zweimal jährlich findet ein gemeinsamer Austausch statt. Ein ehrenamtliches Engagement bietet somit eine wunderbare Möglichkeit zum Austausch mit jungen Menschen in einem intellektuellen Umfeld und einer äußerst angenehmen Atmosphäre. Am 15. Juni 2019 findet erstmalig ein Tag der offenen Tür unter dem Motto ‚Studieren erleben’ statt.

Das Projekt Düsseldorf darstellen und vermitteln e.V. wurde von Roland Ermrich ins Leben gerufen. Die drei bisherigen Säulen des Projektes bilden ein regelmäßig erscheinendes Magazin (Die Mitte), eine Webseite sowie eine feste Örtlichkeit für Vorträge, Treffen und kulturelle Veranstaltungen. „Düsseldorf ist nicht nur schön“, erläutert Roland Ermrich, „sondern auch vielfältig und international.“ Im Augenblick konzentriert sich die Darstellung und Präsentation der Stadt vor allem auf das Bahnhofsviertel, denn „dieses Viertel hat weit mehr zu bieten, als einen mittelmäßigen Ruf.“ Ziel ist die Vermittlung von internationaler Solidarität und das Generieren eines nachbarschaftlichen Gefühls. Auch hier ist eine ehrenamtliche Mitarbeit breit gestreut und zeitlich flexibel. Planung und Durchführung kultureller Veranstaltungen, Schreibarbeiten oder Arbeiten am Computer sind hier nur einige der vielen Möglichkeiten. Der Zeitrahmen beträgt nach Absprache und relativ freier Zeiteinteilung zwischen 5 bis 8 Stunden wöchentlich.

Wer Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit in einer dieser drei Einrichtungen hat, oder sich ganz allgemein für ein Ehrenamt interessiert, kann sich gerne an die Freiwilligenzentralen wenden.

Text und Foto: Thomas Christen

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