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Fit für die Schule – Ein ambitioniertes Projekt sucht ambitionierte Mitstreiter*innen

Anfang letzten Jahres rief die Diakonie Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Stiftung der Sparda-Bank West das Projekt ‚Fit für die Schule’ ins Leben. In Kooperation mit mittlerweile fünf Kindertagesstätten werden vor allem Flüchtlingskinder ohne Kindergartenplatz unter haupt- und ehrenamtlicher Anleitung auf ihren bevorstehenden Schulalltag vorbereitet. Projektleiterin seit Januar 2018 ist Jana Freyaldenhoven.

Für Flüchtlingskinder ist das Leben in oft wechselnden Unterkünften ohne Lern- und Spielmöglichkeiten und mit zu Anfang fehlenden Sprachkenntnissen oft langweilig. Ihre Chancengleichheit auf Bildung ist eingeschränkt und nicht selten mündet das in Schwierigkeiten im Schulalltag. Das Projekt ‚Fit für die Schule’ will diesem Problem entgegentreten. Grundidee ist es Vertrauen aufzubauen und den Kindern durch spielerischen Umgang in einem geschützten Raum die Scheu und Ängste vor der noch fremden Umgebung und einer unbekannten Zukunft zu nehmen. Das etwa ein- bis zweistündige Miteinander findet einmal wöchentlich in den fünf Kooperationskindertagesstätten statt (Oberbilk, Gerresheim, Lichtenbroich, Hellerhof und Hassels). Spracherziehung mit ‚klassischem Lehrmaterial’ steht dabei bewusst nicht im Vordergrund. Vielmehr werden mit sogenannten Materialkoffern voller teils mehrsprachiger Bilderbücher (Die Raupe Nimmersatt, Du gehörst dazu/Das große Buch der Familien u.a.), Karten und Figuren alltagsintegrierte Sprachförderung und vorurteilsfreier, kultursensibler Umgang im gemeinsamen Miteinander vermittelt. Der hohe Alltagsbezug der Kofferinhalte orientiert sich dabei stark an der Lebenswirklichkeit der Kinder. Die Ehrenamtlichen erhalten eine detaillierte Einführung in das didaktische Material.

Hauptamtliche Leitung und ehrenamtliche Unterstützung bilden die Eckpfeiler des Projektes ‚Fit für die Schule’. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden im Vorfeld umfangreich eingearbeitet und in die Themen- und Problemkreise des Projekts eingeführt. Auf einen ersten Kennenlerntag, zu dem auch die Eltern der Kinder eingeladen werden, folgt ein Hospitationstag, der allgemeine Einblicke in die Abläufe der jeweiligen Kindertagesstätte bietet. Ziel ist die ehrenamtliche Übernahme einer eigenen, kleinen Gruppe und das selbstständige Arbeiten mit fünf bis sechs Vorschulkindern, selbstverständlich immer unterstützt von hauptamtlichen Kräften. Derzeit liegen die Kernzeiten des Projektes in den Einrichtungen bei 9.30 bis 11.30 Uhr bzw. 14.00 bis 15.00 Uhr, wobei in der Anfangsphase bei Bedarf auch die Abholung der Kinder (und Eltern) von der jeweiligen Unterkunft eingeplant ist, um kleinere Probleme und Hindernisse im alltäglichen Umfeld wie ein ausgefallener Bus oder ein vergessener Umsteigepunkt zu lösen bzw. erfolgreich zu umschiffen. Ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch unter den ehrenamtlich Tätigen fördert das gegenseitige Verständnis und Lösen von möglicherweise auftretenden Fragen und Problemen. Das Projekt wird von einer umfangreichen Netzwerkarbeit mit der Universität Düsseldorf, der Düsseldorfer Diakonie sowie städtischen Trägern begleitet.

Nähere Informationen bei Claudia Balkhausen, Tel.: 0211 73 53 362, claudia.balkhausen@diakonie-duesseldorf.de

Thomas Christen

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